Womb Awakening: Meine Reise zurück zum Schossraum
*Dieser Text ergänzt meine Überlegungen zur Mutterwunde und zum Mutterarchetyp – geht aber noch weiter zurück, dorthin, wo diese ganze Reise tatsächlich begann: mit meiner Gebärmutter und damit, meinen Menstruationszyklus als Landkarte statt als Unannehmlichkeit zu lesen. Er bildet auch die Grundlage für das, was als Nächstes in dieser Serie kommt: Texte über die junge Frau (maiden), die Königin (Queen) und die weise Alte (Crone)– die anderen drei Archetypen, die sich im Zyklus jeder Frau wiederfinden.*
Wo alles begann
2011, als ich in China lebte, empfahl mir eine Frau einen Roman – *Das rote Zelt* von Anita Diamant. Ich war völlig gefesselt. Die Vorstellung, dass Frauen sich in Gemeinschaft versammelten, um gemeinsam zu menstruieren, aktivierte etwas Tiefes in mir. Eine Sehnsucht nach Schwesternschaft erwachte in mir, von der ich nicht einmal gewusst hatte, dass ich sie in mir trug.
Bis diese Sehnsucht zu etwas Konkretem wurde, dauerte es aber noch einige Jahre. 2018 lebte ich mit einer Autoimmunerkrankung und suchte nach Heilungswegen. Ich hatte bereits viel ausprobiert – Psychotherapie, die für mich keine wirkliche Veränderung brachte; Familienaufstellungen, die halfen, aber nicht als tägliche Praxis dienten; buddhistische Meditation, die anfangs meinen inneren Kritiker sogar noch schärfte, anstatt ihn zu beruhigen, weil ich begann, mich selbst dafür zu verurteilen, "zu viele Gedanken" zu haben.
2019 sah ich auf Facebook eine Anzeige für ein dreitägiges Rotes-Zelt-Treffen in der Schweiz. Ich meldete mich sofort an, ohne wirklich zu wissen, worauf ich mich einließ – meine Intuition war klipp und klar, ich musste unbedingt dorthin. Diese drei Tage veränderten mein Leben. Die beiden Workshop-Leiterinnen hielten den Raum mit einer Herzlichkeit, die meinem ganzen System sofort signalisierte: *Du bist zu Hause*. Wir machten Verkörperungsarbeit, Meditation, Praktiken, die uns mit der Göttin und den Archetypen verbanden, und ich lernte zum ersten Mal, was es wirklich bedeutete, mich mit meiner Gebärmutter zu verbinden.
An einem dieser Tage sahen wir uns einen Dokumentarfilm an mit dem Titel „Things we don't talk about: Women's stories from the Red Tent“. Es gibt eine Szene, in der eine ältere Frau ihre Geschichte erzählt und dann sanft in die Mitte des Kreises gelegt, von den anderen Frauen gehalten und gestreichelt wird. Ich konnte spüren, wie sehr sie genau das brauchte – angenommen, verstanden, von ihren Schwestern gehalten zu werden. Als ich danach erzählte, wie tief mich diese Szene berührt hatte, kamen mir die Tränen. Eine der Leiterinnen sagte einfach: „Komm, leg dich in meinen Schoß.“ Ich konnte es kaum fassen, dass sie mir das anbot. Ich tat es trotzdem. Ich weinte bitterlich, während die Frauen um mich herum meinen Kopf, mein Gesicht, meine Beine streichelten. Es war einer der schönsten Momente, den ich heute noch sehr berührend finde.
Diese drei Tage veränderten mich von Grund auf. Ich wusste ohne Frage, dass diese Arbeit Teil meiner Heilung sein musste. Ich meldete mich für eine neunmonatige Ausbildung bei denselben beiden Leiterinnen an, und 2020 schloss ich meine Coaching-Ausbildung bei ihnen ab.
Was die Arbeit mit dem Schoß bzw. Womb (EN) eigentlich ist – und warum sie anders ist
Falls du den Begriff noch nicht kennst: „Schoßarbeit“ bezieht sich nicht nur auf die physischen Organe – Vulva, Vagina, Gebärmutter (im Sanskrit manchmal *Yoni* genannt). Wenn ich vom Schoß spreche, meine ich etwas Breiteres: den energetischen Abdruck, der dort ebenfalls lebt. Selbst Frauen, denen die Gebärmutter entfernt wurde, tragen diese energetische Blaupause noch in sich – die Muster, die gespeicherten Prägungen, die sowohl physisch als auch jenseits des Physischen verankert sind.
Womb Awakening bzw. "Schoss-Erweckung" bedeutet, sich der eigenen Weiblichkeit zuzuwenden – einschließlich der Teile, die von der Kultur, in der wir aufgewachsen sind, unterdrückt, abgetan oder beschämt wurden. Es geht auch ganz praktisch darum, zu lernen, den eigenen Menstruationszyklus und seine verschiedenen Phasen zu verstehen, anstatt den Körper wie eine Maschine zu behandeln, die jeden einzelnen Tag gleich funktionieren soll.
Was dies von der Gesprächstherapie unterscheidet, ist meiner Erfahrung nach, *wo* die Arbeit stattfindet. Psychotherapie arbeitet mit dem kognitiven Verstand. Schoßarbeit geschieht durch innere Reisen, durch direkte Kommunikation mit dem Unterbewusstsein und dem Körper – denn der Körper birgt eine Weisheit, auf die der Verstand allein nicht zugreifen kann. Es gibt eine Grenze, wie weit man sich aus einem Problem oder einer Emotion herausdenken kann. Wenn ich versucht habe, meinen inneren Kritiker mit Logik zu widerlegen, findet er immer einen Weg zurück. Aber wenn ich die Mutterkraft in mir stärke – die Liebe unterhalb der Kritik –, wird diese Stimme von selbst weicher. Das Unterbewusstsein ist meiner Erfahrung nach bemerkenswert intelligent. Es weiß bereits, was als Nächstes Aufmerksamkeit braucht, oft besser als mein bewusstes Ich. Indem man sich tiefer mit ihm verbindet, indem man seiner eigenen Art zuzuhören (vergleichbar mit der Sprache der Träume), kann man auf Teile von sich zugreifen, die dem bewussten Verstand vorher nicht zugänglich waren.
Warum die Kultur dies so schwer zugänglich gemacht hat
Wir leben in einer Kultur, die Frauen lange Zeit gelehrt hat, dass der Schoß – und die Menstruation, und die Weiblichkeit selbst – etwas Beschämendes sei. Das war nicht immer so. In früheren Epochen wurde die Göttin weithin verehrt – Überreste des Göttinnenkultes finden sich an vielen Orten der Welt aus prähistorischer Zeit, und spätere sumerische Göttinnen wie Ishtar (später Inanna genannt), Isis und Hathor in Ägypten, unter vielen anderen, wurden in Tempeln verehrt und angebetet. Mit der Zeit erodierte diese Verehrung. Was einst als heilig geehrt wurde – der Schoß als Gefäß der Fruchtbarkeit, die Yoni als Schutz und Segen – wurde allmählich von religiösen und sozialen Institutionen als unrein, als etwas „Minderwertiges“, als etwas zu Verbergendes neu definiert (Wer mehr über den Göttinnenkult, Menstruation und Womb Awakening lesen möchte, findet unten eine Literaturliste).
Einiges davon hat sich in den letzten Jahren geändert, aber nicht annähernd genug. Viele Mädchen wachsen immer noch mit Scham bezüglich ihres Körpers und ihrer Periode auf. Menstruationsschmerzen werden immer noch oft als Unannehmlichkeit behandelt, anstatt als etwas, das es wert ist, berücksichtigt zu werden – Mädchen erhalten in Schulen immer noch eine Ermahnung, wenn sie den Unterricht an Tagen versäumen, an denen ihr Körper wirklich Ruhe braucht. Kosmetische Eingriffe zur Veränderung der Schamlippen, weil sie einem engen Schönheitsideal nicht entsprechen, sind weit verbreitet. Eine echte, verkörperte Sexualaufklärung – was eine Frau tatsächlich braucht und verdient – ist immer noch nicht im Mainstream angekommen.
Diese Geschichte – patriarchale Strukturen, Jahrhunderte der Unterdrückung weiblicher Kraft, die Hexenverfolgungen in ganz Europa – hat viele Frauen völlig von ihrem eigenen Schoß entfremdet. Es zeigt sich auch darin, welche Archetypen unsere Kultur feiert: meist die junge Frau und eine idealisierte, selbstaufopfernde Version der Mutter. Die Königin und die weise alte Frau werden stillschweigend ausgelöscht – je älter eine Frau wird, desto unsichtbarer wird sie in der Öffentlichkeit. Das ist ein Grund, warum so viele Frauen unter dem Druck stehen, ewig jung auszusehen, warum kosmetische Eingriffe so normalisiert sind: die Angst, unsichtbar zu werden, sitzt tief. Auch das beginnt sich langsam zu ändern, da mehr Frauen in der Perimenopause und Menopause offen darüber sprechen, wie sich dieser Übergang tatsächlich anfühlt – aber es ist noch weit davon entfernt, Mainstream zu sein.
Was sich für mich geändert hat
Indem ich mich intensiv mit Weiblichkeit und dem Schossraum beschäftigte, konnte ich endlich erkennen, wie viele meiner Muster mit dem zusammenhingen, was ich als weibliches "Schattenmaterial" bezeichnen würde – die Mutterwunde, die Schwesterwunde, Neid, Eifersucht – Dinge, die schwer zu benennen, geschweige denn zu bearbeiten sind.
Im Kreis der Frauen lernte ich, wie es sich anfühlt, gehört zu werden, ohne verurteilt zu werden. Eines der wichtigsten strukturellen Elemente der Kreise, die ich leite – Regeln, die ich aus dem Women Awakening Manifest (Link) übernommen habe – ist, dass man während des Gesprächskreises einfach zuhört - Raum hält für die Frau, die gerade spricht. Das klingt simpel, aber es ist bahnbrechend, denn es verhindert viel Schaden, den Frauen sich unbeabsichtigt zufügen, indem sie versuchen zu reparieren oder die eigene Wahrheit aufzudrücken, bevor jemand fertig gehört wurde. Es geht darum, dass die Frau, die teilt, sich richtig gehört und gesehen fühlt. Das alleine kann schon so viel Heilung bewirken.
Durch schamanisches Reisen in meinen eigenen Schoß konnte ich viel unterdrückte Kraft freisetzen – und klarer als je zuvor erkennen, wie viel Stärke Frauen tatsächlich in sich tragen und wie oft wir sie selbst unterdrücken oder sie für uns unterdrückt wird. Eine Frau, die voll und ganz mit ihrer eigenen Kraft verbunden ist, ist, offen gesagt, eine Naturgewalt. Und das kann bedrohlich sein - auch für andere Frauen. Was manchmal als „Schwesterwunde“ bezeichnet wird, zeigt sich hier: Wenn eine Frau sichtbar oder erfolgreich wird, kann sie zum Ziel für Neid oder Kritik anderer Frauen werden – oft, weil diese Frauen sich noch nicht erlaubt haben, dieselbe Kraft zu nutzen. Neid weist uns oft auf einen Wunsch hin, den wir uns selbst noch nicht zugestanden haben.
Die Arbeit mit meinem Zyklus und den Archetypen lehrte mich auch, meine eigenen Schwankungen mit mehr Mitgefühl zu begegnen. Ich litt jahrelang unter starkem PMS und verurteilte mich dafür hart – jeden Monat fühlte ich mich emotional, negativ, mein Selbstwertgefühl war in den Tagen vor meiner Periode am Tiefpunkt. Was ich schließlich verstand, war, dass dies viel weniger mit der Lutealphase selbst zu tun hatte und viel mehr damit, wie ich mich in den *anderen* Phasen behandelt hatte. Wenn ich mich während meiner Follikelphase überforderte, meine Gefühle beiseiteschob, kaum ruhte – dann überrolte mich alles, was ich nicht gefühlt oder verarbeitet hatte, später, und ich fand mich flach auf dem Boden wieder. Sich mit den verschiedenen Energien jeder Phase zu beschäftigen – und zu lernen, tatsächlich mit ihnen zu arbeiten, anstatt gegen sie anzukämpfen – veränderte alles für mich. Früher habe ich die Luteal- und Menstruationsphasen gefürchtet. Jetzt liebe ich diese Phase, auch wenn sie noch immer mit Herausforderungen verbunden sind: In der Königinnenphase fühle ich mich sehr stark mit meiner Intuition und dem, was für mich tatsächlich wahr ist verbunden. Während der Menstruation habe ich gelernt, mich mehr auszuruhen und alles zu verlangsamen.
Jeder Frauenkörper ist anders – manche fühlen sich während der Menstruation viel energiegeladener, und das ist ebenso genau richtig. Diese Archetypen sind keine starre Formel; sie sind eine Möglichkeit, sich selbst und den eigenen Zyklus tiefer zu verstehen, keine Schublade, in die frau sich drücken muss. Und es geht nicht nur um den monatlichen Zyklus – jede Frau durchläuft auch im Laufe ihres Lebens alle vier Archetypen. Je besser wir mit jedem von ihnen vertraut sind, desto einfacher werden die Übergänge. Die Menopause zum Beispiel wird oft als Schock erlebt – aber wenn wir bereits die Arbeit geleistet haben, die Geschenke und Herausforderungen (und Schattenmaterial) jedes Archetyps auf dem Weg zu verstehen, dann wird der Übergang tendenziell sanfter. Dasselbe gilt für die Mutterschaft – eine so starke Veränderung, dass sie manchmal als „Muttertät“ bezeichnet wird, um zu zeigen, wie tiefgreifend das ganze Verständnis von Selbst neu geschaffen wird.
In der Beschäftigung mit Weiblichkeit begann ich auch, neue Vorbilder zu finden. Alte, starre Vorstellungen davon, wie eine Frau „sein sollte“, lockerten sich. Mythen – wie Inannas Abstieg in die Unterwelt und ihre verwandelte Rückkehr – beschreiben Muster, die sich tief und erkennbar wahr anfühlen – die dunkle Nacht der Seele. Die Arbeit mit Kali verband mich mit einer Art von Kraft, die ich zuvor noch nicht erfahren hatte. Zu erfahren, dass die göttliche Mutter, die Göttin, einst wirklich verehrt wurde – und dass vorpatriarchalische Kulturen existierten, in denen das Weibliche geehrt wurde – riss etwas in mir auf. Es fühlte sich weniger wie neue Informationen an, sondern eher wie etwas Altes, das ich bereits kannte, irgendwo in meinen Zellen, das einfach nie die Erlaubnis erhalten hatte, an die Oberfläche zu treten.
Was der Schoß birgt
Durch die Arbeit mit meiner Yoni, mit dem Schossraum habe ich verstanden, dass wir viel mehr als unsere eigenen persönlichen Erinnerungen in unseren Körpern tragen – wir tragen auch das, was unsere Vorfahren erlebt haben. Ihre Emotionen, ihre unausgesprochenen Regeln, ihre Überzeugungen darüber, was erlaubt war und was nicht. Es gibt hier auch eine kollektive Ebene: Was es bedeutet, als Frau in einer Kultur aufzuwachsen, in der das Weibliche immer noch nicht so gewürdigt wird, wie es gewürdigt werden sollte. Selbst dort, wo Frauen auf dem Papier formell gleichgestellt sind, prägen die Überzeugungen, die unser tägliches Leben formen. Die Art und Weise, wie Frauen immer noch anders behandelt werden – unser Verhältnis zu unserer eigenen Weiblichkeit. Anstatt sie zu umarmen, stoßen viele von uns sie unbewusst weg und versuchen, nach Regeln zu funktionieren, die nie für einen zyklischen Körper gemacht wurden – wir verleugnen unser eigenes Bedürfnis nach Ruhe während der Menstruation oder Rückzug während der Lutealphase, weil wir die Vorstellung verinnerlicht haben, dass wir jeden einzelnen Tag gleich funktionieren sollten.
Warum gerade der Schoß diese Art von Material birgt und nicht etwa der Verstand: In der Ausbildung der weiblichen Mysterienschule, an der ich derzeit teilnehme, habe ich gelernt, dass in früheren Epochen die Weisheit des Schoßes eine normale, respektierte Praxis war – viele Orakel und Priesterinnen waren Frauen, von denen angenommen wurde, dass sie aufgrund ihrer kreativen Kraft natürlich auf göttliche Einsichten eingestimmt waren. Ausserdem können traumatische Erfahrungen zwar in vielen Körperteilen leben, aber die Erfahrungen, die speziell mit dem Frau-Sein verbunden sind, sind oft in der Yoni abgespeichert, sei es in der Vulva, Vagina, Gebärmutter oder Eierstöcke.
Warum dies wichtig ist – egal ob du menstruierst oder nicht
Wir leben in einer Kultur, die das Weibliche nicht so ehrt, wie es geehrt werden sollte. Die meisten Frauen sind nicht bewusst mit ihrem Schoß verbunden, und damit auch nicht mit ihrer eigenen weiblichen Kraft – oft ohne es überhaupt zu merken, bis etwas hochkommt: z.B. beim Versuch, schwanger zu werden, wenn eine Frau unerträgliches PMS hat oder wenn frau an einen Punkt gekommen ist, an dem das Leben fahl und leblos erscheint. Manchmal ist es weniger dramatisch als das – nur eine unerklärliche Sehnsucht nach Schwesternschaft. Es macht Sinn, angesichts der Tatsache, dass die meisten von uns so isoliert wie zu keinem anderen Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte leben.
Für wen das alles zu abstrakt oder "esotherisch" klingt, ist das absolut in Ordnung. Diese Arbeit ist nicht die einzige Linse, mit der ich arbeite. In meinen Coachings greife ich auch auf innere Arbeit, somatisches Coaching und andere prozessorientierte Werkzeuge zurück, die nichts mit dem Schoß oder dem Zyklus zu tun haben. Schoßarbeit ist ein Teil dessen, was ich anbiete, keine Voraussetzung für die Zusammenarbeit mit mir.
Aber ich glaube dennoch, dass die Yoni, dass 'Womb' für jede Frau wichtig ist, unabhängig davon, ob sie Kinder haben möchte oder ob sie noch einen Zyklus hat: Viele Traditionen, einschließlich des Jungschen Denkens, weisen auf eine Art inneres Männliches und Weibliches hin – Polaritäten, die in jedem Menschen existieren und am besten im Gleichgewicht statt im Gegensatz funktionieren. Die meisten von uns, Frauen eingeschlossen, wurden von einer Kultur geprägt, die stark dem männlichen Prinzip zugeneigt ist – Handlung, Leistung, Kontrolle – während sie weiblichen Prinzipien wie 'Ruhe, Intuition, Empfänglichkeit' wenig Raum gibt:. Für viele Frauen ist die Wiederverbindung mit der weiblichen Kraft keine optionale Selbstgefälligkeit; es ist ein Ausgleich dessen, was lange Zeit aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Zyklisches Leben ist nicht nur für Frauen, die bluten. Frauen, die nicht mehr menstruieren, sind immer noch zyklische Wesen – viele stimmen sich stattdessen auf Mondrhythmen oder auf ihre eigenen Jahreszeiten bzw. Archetypen ein. Letzlich ist meiner Meinung nach die Wiederverbindung mit dem Schoß zumindest teilweise eine Wiederverbindung mit der Erde selbst. In einer Kultur, die lange Zeit versucht hat, beides an den Rand zu drängen. Schließlich stammen wir alle aus einem Schoß. In gewisser Hinsicht prägt dieser Ursprung jede und jeden von uns.
Was als Nächstes kommt
Dies ist die Grundlage, auf die der Rest dieser Reihe aufbaut. In den folgenden Texten werde ich die drei Archetypen genauer erläutern, über die ich noch nicht geschrieben habe – die junge Frau, die Königin und die weise alte Frau. Jede an eine Phase des Zyklus gebunden, jede mit seinen eigenen Gaben, ihrem eigenen Schatten und den eigenen Fragen, mit denen es sich zu beschäftigen lohnt. Falls du es noch nicht getan hast, kannst du auch meine früheren Beiträge zur Mutterwunde und zum Mutterarchetyp lesen, wo dieser ganze Schreibstrang begann.
Wenn irgendetwas von diesem Text Resonanz in dir findet, würde ich dich gerne in einem unserer Kreise und/oder in einer Einzelsitzung mit mir begrüßen.
Weitere Lektüre
- When God Was a Woman — Merlin Stone
- Womb Awakening: Initiatory Wisdom from the Creatrix of All Life — Azra Bertrand & Seren Bertrand
- The Great Cosmic Mother: Rediscovering the Religion of the Earth — Monica Sjöö & Barbara Mor
- God: An Anatomy — Francesca Stavrakopoulou
- Mary Magdalene Revealed: The First Apostle, Her Feminist Gospel & the Christianity We Haven't Tried Yet — Meggan Watterson
- The Living Goddesses — Marija Gimbutas
- Before War: On Marriage, Hierarchy and Our Matriarchal Origins — Elisha Daeva
- Code Red: Know Your Flow, Unlock Your Superpowers, and Create a Bloody Amazing Life. Period. — Lisa Lister
- Red Moon: Understanding and Using the Gifts of the Menstrual Cycle — Miranda Gray
- Back to the Roots — Josianne Hosner
- Wild Feminine: Finding Power, Spirit & Joy in the Female Body — Tami Lynn Ken
